Die Natur als Architekt

erschienen in a3 Das Baumagazin 2015

Wenn die ersten Sonnenstrahlen über die Dünen der Namibwüste einfallen, bricht Tag für Tag ein kleiner Wüstenbewohner auf, um sein Überleben zu sichern. Der Nebeltrinkerkäfer macht in der Morgendämmerung auf dem Kamm der Sanddünen einen Kopfstand (siehe Abb. 1). Aber nicht die Gymnastik sichert sein Überleben, sondern die Morgenfeuchte, die an seinem Rückenpanzer kondensiert. Die Wassertröpfchen rinnen durch die Rillen seines Panzers direkt in sein Maul. Ohne dieses tägliche Ritual wäre der zwei Zentimeter große Käfer in der Trockenwüste verloren. Fassadenspezialisten aus dem Schwarzwald haben das auf Mikrostrukturen basierende Wirkprinzip des Nebeltrinker-Panzers studiert und daraus eine neue bionische Fassadenfarbe entwickelt. (...)

Bionik, die Symbiose aus Biologie und Technologie führt auch in der Architektur zu Produkten und Visionen, die Arbeitsabläufe erleichtern, Objekte beständiger machen und nicht zuletzt die Nachhaltigkeit erhöhen. 

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Holz-Architektur: Alle Spielarten des Formeninventars

erschienen in a3 Das Baumagazin 2016

Ähnlich konzipiert wie das Vorgängerbuch, Philip Jodidios „100 Contemporary Concrete Buildings“, weist auch „100 Contemporary Wood Buildings“ eine globale Auswahl vor und macht dadurch erst einen angemessenen Vergleich der weltweit aktuellen Objekten möglich, in welchen Holz eine herausragende Rolle einnimmt.

Hier zu sehen ist der Metropol Parasol. Jürgen Mayer H. und Partner Architekten schufen anlässlich der Sanierung der Plaza de la Encarnación ein neues Wahrzeichen für Sevilla, das aus mehreren polyurethanbeschichteten Holzsonnenschirmen besteht, die Platz für Bars, Restaurants und öffentliche Bereiche bieten.

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Europäischer Gebäudebestand: Druck wird erhöht

erschienenen in a3 Das Baumagazin 2015

Zehn Institutionen aus neun Ländern waren bei Entranze (Policies to Enforce the Transition to nearly Zero-Energy-Buildings in the EU-28) involviert. Sie einte ein hehres Ziel: Maßnahmen zu definieren, die den politischen Entscheidungsträgern und den Akteuren der Bauwirtschaft helfen, den Energiebedarf für Gebäude signifikant zu reduzieren. Grundsätzlich sollen Aktivitäten in fünf Bereichen zur Erreichung dieses Ziels führen: Bauordnungen, finanzielle Anreize, rechtliche Aspekte, Ausbildung und Innovation.

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Schubhaftzentrum Vordernberg - Architektur im Fokus des politischen Diskurses

erschienen in a3 Bau 2014

Selten hat ein öffentliches Gebäude in Österreich angeregtere Diskussionen und mehr mediale Bekenntnisse ausgelöst als die Fertigstellung und Eröffnung des von SUE Architekten konzipierten Schubhaftzentrums Vordernberg im Jänner 2014.

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Stadt des Jugendstils

erschienen in "Architektur im Mittelpunkt 2013"

Im Dezember 2009 war ich als Gast des Internationalen Prosa Festivals in der größten baltischen Stadt, um mein Buch „Ostseeatem“ vorzustellen.
Einer der Veranstaltungsorte war das Meta-Kafe Spikeros, das erst im Oktober davor eröffnet hatte. Damals dachte ich mir schon, dass ich ruhigen Gewissen einen größeren Betrag darauf wetten könne, dass dieses Café und seine Nachbarlokale, die alle in einem Komplex aus adaptierten Fabrikgebäuden untergebracht sind, bald zu den frequentiertesten Kulturinstitutionen Rigas zählen werden: Literatur, Theater- und Musikabenden hier ebenso statt wie Diskussionen und Ausstellungen.

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Shopping 2020 - Die Stadt in der Stadt

erschienen in a3 Bau 2010
Die Shopping Mall als zentrales, urbanes Element des Konsumierens ist etwas mehr als ein halbes Jahrhundert alt. Doch die Stadt des 21. Jahrhunderts stellt viele neue Anforderungen an Kaufzonen und damit Herausforderungen an die Bauwirtschaft.

Die Wandlung des Shopping Centers oder der Einkaufsstraßen von Konsumtempeln zum "ganzheitlichen Ort" ist bereits seit einiger Zeit festzustellen. Das renommierte Gottlieb Duttweiler-Institut bei Zürich hat in einer Studie über "Shopping and the City 2020" Trends über die weitere Entwicklung der Beziehung zwischen der Stadt und dem Einkaufen ausformuliert. (...)

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Architektur als Instrument des Wandels - Kulturhauptstadt 2013: Marseille

erschienen in a3 Bau 2012

Marseille genießt einen widersprüchlichen Ruf. Es ist gewissermaßen das Chicago Europas. Allerdings nicht 1930, sondern in der Gegenwart. Pastis, Cassis oder Bouillabaisse (Fischsuppe) fallen einem zwar gerne zu Marseille ein, aber leider sind auch Bandenkriege, Drogenhandel und Kleinkriminalität häufige Assoziationen zur drittgrößten Stadt Frankreichs. Zweites schlägt eventuell auf oder auch in den Magen, der bestimmt gerne nur mit dem Erstgenannten beschäftigt wäre. Mit dem Auftrag ein Kulturprogramm für das Hauptstadtjahr 2013 zu entwerfen war auch die Modernisierung der entsprechenden Infrastruktur verbunden. (...)

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