Wohnen in der Zukunft - Wie wohnen wir 2020?

erschienen in a3 Bau 2010.
Ökonomische, ökologische, soziale und technologische Aspekte werden unser Wohnen in der Zukunft noch stärker bestimmen und damit auch an die Architekten und Bauherren neue Anforderungen stellen. Die Errichter von Wohnraum sind daher gefordert, sich viel intensiver in der Planungsphase mit den Wünschen der späteren Nutzer auseinander zu setzen.

Kaum einem ist der Trend in Richtung Single-Wohnung entgangen. „Relativ neu sind jedoch Phänomene wie Singlehäuser oder temporäre Singles, die eben nur für relativ kurze Zeit allein leben oder überhaupt ein Living-apart-together pflegen. Diese Tendenz nimmt zu“, erklärt Raimund Gutmann, Leiter von „wohnbund:consult“ und Autor zahlreicher Studien zur Entwicklung des Wohnens. Der oder die Single ist jedoch nicht zu fassen. Alle sozialen Schichten, persönlichen Präferenzen oder Lebenshaltungen finden sich im großen Pool der Singles.

„Die Zukunftsforschung hat zum Beispiel den treffenden Begriff der panic singles geprägt, nach außen hin wird das Leben allein als gewollt dargestellt, tatsächlich herrscht jedoch Angst vor, übrig zu bleiben“, konstatiert der Sozialwissenschafter Gutmann. Aber ob freiwillig Single oder nicht, beiden gemein ist, dass in Zukunft ihr Platzbedarf zunehmen wird. Auch das ist ein Kennzeichen modernen Wohnens: Es geht nicht mehr primär um Wohnraumbeschaffung, sondern um die Gestaltung des Lebensraums. (...)

Hier zum Download.


Generation 50plus - Wohnen für Fortgeschrittene

erschienen in a3 Bau 2011
Wie wollen und werden wir im Alter leben? Diese Frage stellt sich auf verschiedenen Ebenen immer dringlicher und komplexer. Heute wird auch im Ruhestand auf eine behagliche Wohnatmosphäre geachtet. Der wachsende Pflegebedarf erfordert neue bauliche Lösungen.

Einen alten Baum versetzt man nicht, heißt es im Volksmund über das Wohnen im fortgeschrittenen Alter. Wie sehr dieser Spruch nach wie vor gültig ist, zeigt eine aktuelle Studie der GfK, die auf Veranlassung der Bundesinnung Bau durchgeführt wurde. Demnach wollen knapp mehr als die Hälfte am liebsten in den eigenen Wänden weiterleben, selbst dann, wenn ein dauerhafter Pflegeaufwand erforderlich sein sollte. Neben Seniorenresidenzen und Pflegeheimen hat sich erst in den letzten Jahren ein dritte Alternative zum Zuhause herausgebildet: die Seniorenwohngemeinschaft. Wo es Opa noch einmal richtig knallen lässt? (...)

Hier zum Download.