Jenseits von Sils-Maria ...

Rezensionen zu Bis dass der Tod uns meidet

 

"Peer gelingt hier zuweilen ein wahres Feuerwerk an erinnerungswürdigen Bonmots."

Marcus Neuert in seiner Besprechung für das Buchmagazin des Literaturhauses Wien.

 

"In Müllers Orientierungsschwierigkeiten zwischen Kant und Cunt, Zeichen und Körpern kehrt Alexander Peer den klassischen Bildungsroman ironisch um. Es gibt keine Formung eines künftigen Meisters im einvernehmlichen Miteinander von Denken, Anschauung und Praxis. Das Leben will gelebt werden und Zeit heilt alle Reflexionen. Franz Müller wird zum 'Sammelnamen' für unsere zahllosen Selbstentwürfe, deren Flickwerk den Glauben an ein richtiges Leben erledigt."

Gödart Palm in seiner Besprechung für das Literaturmagazin Glanz und Elend.
(als PDF-Download).


"Der Romantitel deutet psychologischen Tiefsinn an, und das Buch steckt denn auch in der Tat voll verspielter und ineinander verschlungener Reflexionen. Die besten Passagen sind jedoch jene, in denen Handlungsfragmente mit ironischen Betrachtungen Hand in Hand gehen. Da gelingen Peer in einer eigenwilligen Diktion schwungvolle Passagen, die die Lektüre zum Vergnügen machen."

Helmut Dworschak in seiner Kritik für den Landboten (CH-Winterthur).

 

"Das Buch ist nur lohnend, wenn man sich ihm ganz und gar hin gibt. Am Schreibtisch, mit aufgestützten Armen. Hier wird Nietzsche lustvoll entdeckt und gebraucht und verändert, in ihm sucht sich Franz Müller – und weiß sehr wohl, dass der Philosoph selbst gescheitert und unbefriedigt war."

Peter Pisa im Kurier.

 

"Alexander Peers Erzählen trägt (…) die zarten und trickreichen Züge des 19. Jahrhunderts, ohne je behäbig zu werden. Immer dann, wenn es fast ins Pathetische geht, überrascht er mit einem Augenzwinkern."

Erwin Uhrmann in the gap.

 

"Das Buch erkundet die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Verbindung von Liebe und gelebtem Leben einerseits und Schreiben und Philosophieren andererseits. Es ist daher konsequent, daß die Grenzen des Genres durchbricht und das romanhafte Erzählen und das essayistische Sinnieren ineinander übergehen. Beide bedürfen einander, um sich selbst zu Bewußtsein zu kommen, die Liebe des Denkens und das Denken der Liebe, doch scheinen sie sich nicht nahe kommen zu können, ohne sich um so heftiger abzustoßen.

 

Alexander Peers Buch Bis dass der Tod uns meidet macht aus Nietzsche nicht einen Theoretiker der heterosexuellen Paarliebe, auch wenn Nietzsche viele Einzelsätze zum Geschlechterkampf geprägt hat, und er dichtet ihm auch keine bourgeoisen oder antibourgeoisen Affären an. Es entfaltet die Enormität der erotischen und geistigen Liebe, die Nietzsches Schreiben implizit trägt und explizit als Motor seiner Fröhlichen Wissenschaft und seiner Philosophie des Leibes antreibt. Peer erprobt die schmalen Brücken, die Nietzsche von der Euphorie des Denkens und dem Eros des Schreibens zum konkreten Leben zieht, er ergründet die Abgründe der tiefen Traurigkeit (von der auch Heidegger spricht), die sich dazwischen aus Angedeutetem und Ungesagtem öffnen."

Hubert Thüring in seiner Einleitung zur Buchpräsentation in Basel am 10. April 2013

 

"Manche Erkenntnisse haben Weltniveau, „nicht nur die Menschheit wächst ständig, auch der Bücherberg“, beides ein Ergebnis von sexueller und intellektueller Leidenschaft. (...) Alexander Peer rollt diese heftige Leidens- und Leidenschaftsgeschichte witzig und mit vollem intellektuellen Ernst auf. Längst ist den Beteiligten klar, dass man Kopf und Leidenschaft nur als abwechselnde Therapie gegen das andere einsetzen kann."

Helmuth Schönauer in Buchkultur

 

Am 10. Oktober 2013 fand im Rahmen der Sende-Reihe von Literadio eine Aufzeichnung von Lesung und Gespräch in Frankfurt statt.