(c) ZOOMVP_MA19 Rotenturmstraße neu
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Klimafit planen 

Grüne Infrastrukturen schaffen
Erschienen in a3 Bau Ausgabe 6, Juni 2019

Fast ein Jahrzehnt haben die Entwickler von GREENPASS ® an der Optimierung einer Software gearbeitet, um Planungsprozesse hinsichtlich ihrer ökologischen und mikroklimatischen Konsequenzen sichtbar zu machen.
Das Prinzip ist leicht verständlich: Man lädt die Planungsdaten von handelsüblichen Programmen wie CAD oder GIS in die GREENPASS ® Editor Software und kann diese dann nach Belieben modellieren. Per Knopfdruck lässt sich ein digitales Simulationsmodell erstellen, das mit ENVI_MET – einer der derzeit bekanntesten Softwarelösungen für Mikroklima und langjähriger Partner von GREENPASS ® –  verbunden wird. So werden alle energetischen und partikulären Prozesse des thermischen Wirkungsgefüges auf das Umfeld, den Menschen und die Gebäude berücksichtigt und validierte Ergebnisse für die weitere Optimierung und Zertifizierung verfügbar.

Der gesamte Artikel zum Download.


Übungsgelände für Flaneure

erschienen am 8. Juni 2019 im extra der Wiener Zeitung

Die Fußgängerzone ist seit den 1950er Jahren eine Idee, die über den protestantisch geprägten Raum gewissermaßen seinen Weg in die weite Welt gefunden hat. Bereits 1961 entstand in der Klagenfurter Kramergasse die erste Fußgängerzone Österreichs. 1971 wurde das Automobil vom Graben ausgeschlossen. Bilder aus den 60er Jahren zeigen Autokorsos und zugeparkte Seiten.
1974 gestalteten die Architekten Wilhelm Holzbauer und Wolfgang Windbrechtinger die Kärntner Straße zur Fußgängerzone um. Die Stadt entwickelte danach vor allem Grätzl, Liegenschaften und Plätze neu, allen voran das MQ, und animierte so zu einer Nutzung freier Flächen.

In den Niederlanden kam in den 1970er Jahren der sogenannte Woonerf auf (auf Deutsch Wohnhof), ein Konzept zur Verkehrsberuhigung, das der gegenwärtigen Idee der Begegnungszone zugrunde liegt. Die Begegnungszone lässt sich deshalb als Spin-Off der Fußgängerzone verstehen. Die Kern-Qualitäten der Begegnungszone sind: Fließgeschwindigkeit von maximal 20 km/h, Nivellierung des Terrains, gleichwertige Einbeziehung aller Verkehrsteilnehmer und PKW-Abstellflächen reduzieren sowie letztlich das Erlebnis Stadt um eine behagliche Facette erweitern.

Mit einer Novelle der Straßenverkehrsordnung 2013 wurde das Konzept der Begegnungszone in die Überlegungen der urbanen Raumgestaltung in Österreich aufgenommen.

Der vollständige Beitrag steht bis auf weiteres zum Download zur Verfügung.


Vom Hausbesitzer zum Energieberater

erschienen in a3 Das Baumagazin 2017

Meist finden Klimakonferenzen mit großer medialer Resonanz statt. Danach wird es wieder auffällig ruhig. Das heißt aber nicht, dass sich nichts tut – im Gegenteil: Mit dem internationalen Projekt iBROAD soll Sanierung zum verständigen Thema für jeden werden. (...) Problematisch ist der Umstand, dass viele Gebäude, die bis in die 70er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts errichtet wurden, auch bis weit nach der Mitte des 21. Jahrhunderts genutzt werden. Sie weisen jedoch in der Regel eine energietechnisch nachteilige Bilanz auf. Sanierungen sind also unverzichtbar, um die Klimaziele nicht aus den Augen zu verlieren. Unterstützen sollen dabei Sanierungsfahrpläne, die auch Laien eine energiebewusste Beziehung zum Haus verständlich machen.

Hier zum Download.

Die Natur als Architekt

erschienen in a3 Das Baumagazin 2015

Wenn die ersten Sonnenstrahlen über die Dünen der Namibwüste einfallen, bricht Tag für Tag ein kleiner Wüstenbewohner auf, um sein Überleben zu sichern. Der Nebeltrinkerkäfer macht in der Morgendämmerung auf dem Kamm der Sanddünen einen Kopfstand (siehe Abb. 1). Aber nicht die Gymnastik sichert sein Überleben, sondern die Morgenfeuchte, die an seinem Rückenpanzer kondensiert. Die Wassertröpfchen rinnen durch die Rillen seines Panzers direkt in sein Maul. Ohne dieses tägliche Ritual wäre der zwei Zentimeter große Käfer in der Trockenwüste verloren. Fassadenspezialisten aus dem Schwarzwald haben das auf Mikrostrukturen basierende Wirkprinzip des Nebeltrinker-Panzers studiert und daraus eine neue bionische Fassadenfarbe entwickelt. (...)

Bionik, die Symbiose aus Biologie und Technologie führt auch in der Architektur zu Produkten und Visionen, die Arbeitsabläufe erleichtern, Objekte beständiger machen und nicht zuletzt die Nachhaltigkeit erhöhen. 

Hier zum Download.

 

 

Holz-Architektur: Alle Spielarten des Formeninventars

erschienen in a3 Das Baumagazin 2016

Ähnlich konzipiert wie das Vorgängerbuch, Philip Jodidios „100 Contemporary Concrete Buildings“, weist auch „100 Contemporary Wood Buildings“ eine globale Auswahl vor und macht dadurch erst einen angemessenen Vergleich der weltweit aktuellen Objekten möglich, in welchen Holz eine herausragende Rolle einnimmt.

Hier zu sehen ist der Metropol Parasol. Jürgen Mayer H. und Partner Architekten schufen anlässlich der Sanierung der Plaza de la Encarnación ein neues Wahrzeichen für Sevilla, das aus mehreren polyurethanbeschichteten Holzsonnenschirmen besteht, die Platz für Bars, Restaurants und öffentliche Bereiche bieten.

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Europäischer Gebäudebestand: Druck wird erhöht

erschienenen in a3 Das Baumagazin 2015

Zehn Institutionen aus neun Ländern waren bei Entranze (Policies to Enforce the Transition to nearly Zero-Energy-Buildings in the EU-28) involviert. Sie einte ein hehres Ziel: Maßnahmen zu definieren, die den politischen Entscheidungsträgern und den Akteuren der Bauwirtschaft helfen, den Energiebedarf für Gebäude signifikant zu reduzieren. Grundsätzlich sollen Aktivitäten in fünf Bereichen zur Erreichung dieses Ziels führen: Bauordnungen, finanzielle Anreize, rechtliche Aspekte, Ausbildung und Innovation.

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Schubhaftzentrum Vordernberg - Architektur im Fokus des politischen Diskurses

erschienen in a3 Bau 2014

Selten hat ein öffentliches Gebäude in Österreich angeregtere Diskussionen und mehr mediale Bekenntnisse ausgelöst als die Fertigstellung und Eröffnung des von SUE Architekten konzipierten Schubhaftzentrums Vordernberg im Jänner 2014.

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Stadt des Jugendstils

erschienen in "Architektur im Mittelpunkt 2013"

Im Dezember 2009 war ich als Gast des Internationalen Prosa Festivals in der größten baltischen Stadt, um mein Buch „Ostseeatem“ vorzustellen.
Einer der Veranstaltungsorte war das Meta-Kafe Spikeros, das erst im Oktober davor eröffnet hatte. Damals dachte ich mir schon, dass ich ruhigen Gewissen einen größeren Betrag darauf wetten könne, dass dieses Café und seine Nachbarlokale, die alle in einem Komplex aus adaptierten Fabrikgebäuden untergebracht sind, bald zu den frequentiertesten Kulturinstitutionen Rigas zählen werden: Literatur, Theater- und Musikabenden hier ebenso statt wie Diskussionen und Ausstellungen.

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