Buchpräsentationen, Seminare und mehr

 

9. Dezember 2019 - Verleger Albert Eibl und Schriftsteller Alexander Peer laden zu einer Veranstaltung mit historischer Dimension, ein Abend, an dem sinnliche und intellektuelle Genüsse miteinander in Verbindung gebracht werden sollen. Marta Karlweis' „Das Gastmahl auf Dubrowitza“ (1921) und die prämierte Novelle „Land unter ihnen“ (2005) von Alexander Peer stehen im Fokus dieses literarischen Salons.


In der magischen Welt der WINEBank hinter dem Stephansdom (Grünangergasse 8, 1010 Wien) kredenzen wir dazu edle Tropfen roter und weißer Seligkeit. Weine aus Lateinamerika und die eine oder andere Überraschung von europäischen Winzern versüßen uns unsere literarische Reise in die Vergangenheit.
 

Im Jahr 1519 – also genau vor 500 Jahren – betrat Hernan Cortés die Hauptstadt der Azteken, Tenochtitlan. Es war der Beginn des europäischen Imperialismus und markierte gleichzeitig den Aufstieg zum spanischen Imperium. Peer geht in seinem opulenten und detailgetreuen Porträt den Obsessionen des Konquistadors auf den Grund und erzählt in seiner präzisen historischen Studie gleichzeitig ein Gleichnis über eine andere Begegnung der Kulturen.

Sein und Schein, Trug und Blendwerk, reine Fassade – für all das gibt es seit mehr als zweihundert Jahren eine klingende Redewendung: Potemkinsche Dörfer. In ihrem 1921 erstmals im S. Fischer Verlag erschienenen Roman zeichnet Karlweis farbenprächtig und mit viel Sinn für menschliche Abgründe die berühmt-berüchtigte Fahrt Katharinas der Großen durch ihre südrussischen Provinzen an die Krim nach. Der vermeintliche Reichtum ihres blühenden Landes, ja ihr ganzes Lebenswerk, entpuppt sich dabei bald als perfide inszenierte Farce: Ihr Günstling und Liebhaber Fürst Potemkin hat ein Kartenhaus um sie herum errichtet, das der Wind des Zufalls am Ende donnernd zu Fall bringt.

Beide Vortragenden lesen ausgewählte Ausschnitte aus beiden Werken und diskutieren dabei über das Phänomen, Geschichte packend in Literatur zu verwandeln und damit Brücken zu Schlagen von der Vergangenheit ins Jetzt.

Die Anmeldung zu diesem exquisiten Abend beinhaltet die freie Verköstigung diverser Weine sowie eines kleinen Buffets. Zusätzlich erhält jeder Teilnehmer kostenfrei jeweils ein Buchexemplar seiner Wahl: Entweder die preisgekrönte  Novelle „Land unter ihnen“ oder „Das Gastmahl auf Dubrowitza“.

Aufwand: 39,- Euro pro Person

WINEBank: Grünangergasse 8, 1010 Wien

Beginn: 18:30 Uhr


Die Teilnahmegebühr muss  spätestens bis zum 30. November auf folgendem Konto eingegangen sein:

Albert C. Eibl
DE69 1001 1001 2629 5558 58
BIC: NTSBDEB1XXX

Exklusiver Rahmen! Die Teilnehmerzahl ist strikt auf 15 Personen begrenzt.

10. Dezember 2019 - Buchpräsentation von "Schreibende Nomaden entdecken Europa" und Lesung aus "Toko" gemeinsam mit Erwin Uhrmann in der Buchhandlung Ortner (Tigergasse 19, 1080 Wien). Beginn 19:00 Uhr

 

Schreibwerkstätten & Seminare

„Ich denke, dass jede Kunst ebenso ein Betrug ist wie die Natur; alles ist Betrug in diesem guten alten Lotteriespiel – von den Insekten, die sich als Blätter ausgeben, bis zu den populären Verlockungen der Vermehrung. Wissen Sie, wie die Poesie begann?

Ich denke, sie begann, als ein Höhlenjunge durch das hohe Gras zu seiner Höhle rannte und rief: ‚Ein Wolf, ein Wolf’, während in Wirklichkeit gar kein Wolf da war. Seine gorillaähnlichen Eltern, die große Verfechter der Wahrheit waren, verpassten ihm natürlich eine Tracht Prügel, doch die Poesie war geboren – eine hohe Poesie im hohen Gras.“

Vladimir Nabokov in einem BBC-Interview in den 1960er Jahren

Gut, nehmen wir die Aufforderung zur phantasievollen Neubesetzung der Wirklichkeit ernst und schreiben uns das Leben, das wir zu führen wünschen. Mehr noch, gestalten wir etwas, was uns begeistert, erhebt und ins Paradies der Imagination versetzt, umso besser, wenn wir dabei ein paar Verletzungen abstreifen, die uns nur allzu leicht zugefügt wurden: Ich begleite Schreibende gerne bei diesen wundersamen Abenteuern und Entdeckungen.

 

 

Falls ich bis dato noch nicht in Ihrer Stadt war, dann animieren Sie doch einen der lokalen Literaturveranstalter mich einzuladen. Ich lese sehr gerne, liebe den Dialog mit dem Publikum. Egal, ob in der Schule, im Seniorenheim, im Kulturforum, im Heustadel, im Café, in der Tankstelle, im Hotel, in einem Museum, in einer Höhle oder anderswo ... ja, ich habe tatsächlich einmal in einer Höhle gelesen.
Lesungen bieten die Chance mehr über die Textproduktion, den manchmal direkten, manchmal verworrenen Weg von einer Idee zum Text, vom Manuskript zum Buch zu erläutern.

Eine Aufzählung der bisherigen Lesungen ist hier.